Musik und Klang: Entspannung Vertiefen

Auszug aus “Breathwork – Die Magie deiner Atmung”:

„Musik ist im Grenzgebiet zwischen dem Fassbaren und dem Unfassbaren, zwischen Atem und Körper, zwischen dem Physischen und dem Geistigen, zwischen Intellekt und Intuition, und dieses Grenzgebiet ist unser Lebensbereich.”
(Yehudi Menuhin, Violinist)


Musik und Klang als Schlüssel zur Entspannung und emotionalen Verstärkung

Musik hat die einzigartige Fähigkeit, uns in eine Art Trance zu versetzen und unseren Atem in einen rhythmischen Fluss zu bringen. Viele meiner Klient*innen berichten, dass die Kombination von Breathwork und Musik ihnen hilft, tief in die Entspannung einzutauchen und Gefühle intensiver Freude und Dankbarkeit zu erleben. Musik kann zudem alte Erinnerungen hervorrufen und helfen, emotionale Blockaden zu lösen – oft begleitet von befreienden Tränen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse: Musik und ihre Wirkung auf Körper und Geist

Studien belegen, dass Musik einen signifikanten Einfluss auf unseren Körper und Geist hat. Professor Stefan Kölsch, ein renommierter deutscher Neurowissenschaftler und Musiker, hat gezeigt, dass stimulierende Musik die Herz- und Atemfrequenz erhöht, während beruhigende Musik diese senkt. In seinem Buch “Good Vibrations – die heilende Kraft der Musik” beschreibt er verschiedene heilende Effekte von Musik im Detail. Hier sind einige wichtige Erkenntnisse:

  1. Stressabbau und Entspannung: Musik erhöht die Aktivität des Parasympathikus, des Ruhe- und Regenerationssystems, und kann in Kombination mit Breathwork helfen, Stress abzubauen und die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol zu verringern.
  2. Verbesserte Laune: Musikhören steigert die Aktivität des Belohnungssystems im Gehirn, erhöht die Dopamin-Ausschüttung und fördert positive Emotionen und Motivation.
  3. Schmerzlinderung: Musik kann die Ausschüttung von Endorphinen erhöhen, die als natürliche Schmerzmittel wirken.
  4. Steigerung von Kreativität und Konzentration: Musik fördert die Kreativität, Konzentration und das Problemlösungsvermögen. In Kombination mit Breathwork wird dieser Effekt noch verstärkt.

Werde dein eigener Musikproduzent

Die positiven Effekte von Musik lassen sich noch weiter steigern, indem du selbst aktiv wirst. Musikproduktion ist nicht nur professionellen Musikern vorbehalten – jeder kann Musik erzeugen und von deren Vorteilen profitieren. Lass uns dies am Beispiel einer schnurrenden Katze verdeutlichen.

Beim Schnurren erzeugen Katzen Schwingungen im Frequenzbereich von 27 bis 44 Hertz, die Knochenheilung und Knochendichte fördern. Diese mechanischen Reize stimulieren den Stoffwechsel in den Knochen und aktivieren den Ruhemodus des Körpers. Ähnlich wirkt das Singen und Musizieren beim Menschen: Es fördert die Ausschüttung von Endorphinen, reduziert das Stresshormon Cortisol und erhöht die Dopamin-Ausschüttung.

Die heilende Kraft des Singens und Chantens

Beim Singen, Tönen oder Summen werden Vibrationen erzeugt, die den Vagusnerv stimulieren. Dieser wichtige Nerv spielt eine zentrale Rolle im Parasympathikus, der für Entspannung und Regeneration zuständig ist. Studien zeigen, dass das Singen des OM-Mantras das limbische System im Gehirn deaktiviert, was grundlegende Emotionen wie Angst und Wut reduziert.

Beispiele für wohltuende Klänge:

  • A- oder O-Klänge: Diese können Brust, Brustbein und Hals zum Vibrieren bringen, das Immunsystem stimulieren und den Thymus anregen. Der Thymus ist für die Bildung von T-Lymphozyten verantwortlich, die Infektionen bekämpfen.

Praktische Tipps für den Alltag:

  • Spontane Gesangseinlagen: Genieße das Singen unter der Dusche oder beim Autofahren.
  • Atemübungen: Kombiniere Breathwork mit Summen, Brummen oder Seufzen, um die positiven Effekte zu verstärken.

Fazit

Musik und Klang sind kraftvolle Werkzeuge, um  Entspannung zu vertiefen und Emotionen zu verstärken. Ob durch aktives Musizieren oder bewusstes Hören – integriere Musik in deinen Alltag und profitiere von ihren zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen.

 

 

mehr zum Thema “Die Magie deiner Atmung” erfährst du in meinem neuen Buch. 

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