Breathwork für Kreativität & Flow – Breathwork for creativity and flow

Breathwork für Kreativität

Wenn wir in einem Zustand von chronischem Stress sind, fühlt es sich an, als wäre unsere Kreativität blockiert. Und das es nicht nur jedem einzelnen von uns oft so geht, sondern der großen Masse belegen ebenso Tests. So belegt beispielsweise der Torrence Test, dass Kreativität stetig abgenommen hat. ​​Der Torrance-Test (Torrance Tests of Creative Thinking) ist eine weit verbreitete Methode zur Messung von Kreativität und wurde von dem Psychologen Ellis Paul Torrance entwickelt. Analysen dieses Tests zeigen, dass seit 1990 die Kreativität angenommen hat und Wissenschaftler glauben zu wissen, woran es liegt: und zwar an unseren übervollen, gehetzten Terminkalendern sowie einem fortwährenden Anstieg des Gebrauch von digitalen Endgeräten. Wir sind also einfach zu beschäftigt, um kreativ gelangweilt zu sein.

Albert Einstein hingegen wusste von den Vorteilen von Langeweile und verbrachte oft stundenlang auf seinem Segelboot, während sein Geist sich unterbewusst mit seinen brillianten Ideen beschäftigte. Nun, zum Glück brauchst du kein Segelboot und musst auch nicht Albert Einstein sein, um kreativ zu werden. Genauso kannst du ein paar Atemübungen dafür anwenden, dich aus dem gestressten Zustand zu atmen. Denn im Verteidigungs-, Flucht- oder Freeze-Modus erscheint es deinem Körper überflüssig, kreativ zu sein. Darum ist das Ziel, dich aus dem gestressten Zustand herunterzuregulieren, so dass du in einem entspannten Ruhezustand bist. In diesem Zustand fühlen sich Körper und Geist sicher und können kreativ sein.

Option 1: Tiger & Turtle Atmung, die dich in den Flow Zustand versetzt. Spüre selbst die Effekte dieser Atmung in unserem nächsten Stress Release Toolbox Program.

Option 2: Wechselatmung

Beschreibung: Die Wechselatmung (Anuloma Viloma) wirkt ausgleichend auf alle Körpersysteme, fördert Entspannung und erhöht die Kreativität. Durch das Einatmen durch das rechte Nasenloch wird der Sympathikus aktiviert. Das Einatmen durch das linke Nasenloch erhöht den Blutfluss zur rechten Gehirnhälfte und aktiviert damit den Parasympathikus, wo wir uns entspannen und kreativ sein können. Die Wechselatmung gleicht die Gehirnhälften aus, erhöht die Lungenkapazität und unterstützt die Kontrolle der Atmung. Sie hilft auch bei der Reinigung der Nasenkanäle und der Stärkung des Körpers für die kalte Jahreszeit. Gemäß der Yoga-Tradition reinigt die Wechselatmung auch die Energiekanäle im Körper.
Anwendung: jederzeit
Dauer: 2 – 5 Minuten
Position: sitzend

So geht’s
Schließe deine Augen und setze dich bequem hin. Konzentriere dich auf deinen Atem, wie er natürlich fließt.
Lege deine rechten Mittel- und Zeigefinger zwischen die Augenbrauen. Lasse deinen rechten Daumen, Ringfinger und kleinen Finger entspannt. Deine linke Hand ruht entspannt auf dem linken Knie.
Verschließe dein rechtes Nasenloch mit deinem rechten Daumen.
Atme sanft und langsam durch das linke Nasenloch aus und dann ein.
Öffne nun wieder dein rechtes Nasenloch und verschließe mit deinem Ringfinger dein linkes Nasenloch. Atme langsam und leicht durch dein rechtes Nasenloch aus und dann ein.
Spüre nach und öffne deine Augen. Finde deinen kreativen Ausdruck, was immer es ist – schreibe, zeichne, male, spiele Musik oder tanze.

Warum Nasenatmung?

Vereinfacht kann man sagen: Die Nase ist zum Atmen da. Der Mund zum Essen und Reden. Niemals wirst du eine Klimaanlage natürlicher, umweltfreundlicher und günstiger bekommen. Denn genau das ist deine Nase. Und eigentlich kann sie sogar noch viel mehr als eine klassische Klimaanlage:

Die Schleimhäute in der Nase filtern Krankheitserreger und Staub aus der Luft und führen sie durch Schleim oder, was wir umgangssprachlich auch Rotze nennen, wieder aus. Ebenso ist die Innenseite deiner Nase mit winzigen Härchen namens Zilien ausgekleidet. Diese feinen Haare haben eine wichtige Funktion: sie filtern, erwärmen und befeuchten die eingeatmete Luft und schützen dich jeden Tag vor 20 Milliarden Partikeln fremder Stoffe. Luftverschmutzung wird weltweit für 11,65% der Todesfälle verantwortlich gemacht und leider nimmt die Qualität unserer Luft weltweit weiterhin ab. Forschungen der UC Riverside ergeben zum Beispiel, dass wenn die globalen Temperaturen um 4 Grad Celsius ansteigen, schädliche Pflanzenemissionen und Staub um bis zu 14% zunehmen werden. Neben der menschengemachten Umweltverschmutzung spielen nämlich auch Pflanzen eine Rolle bei der Umweltverschmutzung. Dies liegt daran, dass alle Pflanzen Chemikalien namens biogene flüchtige organische Verbindungen oder BVOCs produzieren. Durch eine Zunahme der Winde und wärmeren Klima wird ebenso mehr Staub in die Atmosphäre getragen, sagt Robert Allen, außerordentlicher Professor für Erd- und Planetenwissenschaften an der UCR und Co-Autor der Studie. Umso wichtiger ist es, dass du deine Nase als Filter nutzt, denn der Mund hat diese Funktion nicht.

Die Nase fungiert wie ein körpereigener Sensor, denn die Nasenhöhle passt die Lufttemperatur an die Körpertemperatur an. Die Form deiner Nase ist also nicht nur rein kosmetisch gesehen von Bedeutung: verschiedene Nasenformen können Luft unterschiedlich verarbeiten. Menschen, die näher am Äquator leben, haben tendenziell breitere Nasen. In Regionen mit wärmerem Klima ist die Luft oft trockener, und die Nasenform kann dazu beitragen, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, bevor sie in die Lunge gelangt. Dies ist eine Anpassung des Körpers an die klimatischen Bedingungen in verschiedenen Regionen der Welt. Diese Feststellung geht auf die sogenannte Thompsons Regel des gleichnamigen britischen Professor Arthur Thompson zurück. Er machte die Theorie populär, dass Menschen in trockenen, kalten Gegenden eher lange und dünne Nasen hatten, während kurze und breite Nasen in heißen, feuchten Gegenden vorkamen. Die Nase ist zusätzlich wie eine Klimaanlage mit Wellness-Faktor, denn die Atmung durch die Nase erfolgt langsamer als durch den Mund und aktiviert den Vagusnerv. Dadurch aktivierst du automatisch deinen Ruhemodus, das parasympathische Nervensystem und wir werden im Laufe des Buches noch genauer darauf eingehen.

Ebenso wird durch die Nasenatmung Stickoxid (NO) in der Nasenhöhle produziert und durch die nasale Inhalation in die Lunge transportiert. Stickoxid hat viele Funktionen, unter anderem folgende:

  1. Vasodilatation: Stickoxid wirkt als Vasodilatator, das heißt, es erweitert die Blutgefäße. In der Nasenhöhle führt dies zu einer besseren Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Nasenschleimhaut.
  2. Mikrobizide Wirkung: Stickoxid hat antimikrobielle Eigenschaften und kann das Wachstum von Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern in der Nasenhöhle hemmen. Es kann dazu beitragen, Infektionen abzuwehren und die Gesundheit der Atemwege zu unterstützen.
  3. Unterstützung der Atemwegsfunktion: Stickoxid spielt eine Rolle bei der Regulation der Atemwegsfunktion. Es hilft dabei, die Atemwege zu erweitern und die glatte Muskulatur zu entspannen.
  4. Geruchssinn: Stickoxid spielt eine wichtige Rolle bei der Wahrnehmung von Gerüchen. Es ermöglicht die Übertragung von Geruchssignalen vom Riechepithel im Nasenraum zum Gehirn, wo sie als Geruch wahrgenommen werden.

ENGLISH

Breathwork for creativity

When we are in a state of chronic stress, it feels like our creativity is blocked. And that it’s not just every single one of us who often feels this way, but the great masses is also proven by tests. For example, the Torrence Test proves that creativity has steadily declined. The Torrance Test (Torrance Tests of Creative Thinking) is a widely used method for measuring creativity and was developed by the psychologist Ellis Paul Torrance. Analyses of this test show that since 1990, creativity has taken and scientists believe they know what the reason is: and that is our overcrowded, rushed schedules as well as a perpetual increase in the use of digital devices. So we’re just too busy to be creatively bored.

Albert Einstein, on the other hand, knew the benefits of boredom and often spent hours on his sailboat while his mind subconsciously occupied itself with his brilliant ideas. Well, luckily you don’t need a sailboat and you don’t need to be Albert Einstein to get creative. Likewise, you can apply a few breathing exercises to breathing yourself out of a stressed state. Because in defense, flight or freeze mode, it seems unnecessary for your body to be creative. That’s why the goal is to bring you down from the stressed state so that you are in a relaxed resting state. In this state, your body and mind feel safe and can be creative.

Option 1: Tiger & Turtle Breathing, which puts you in the flow state. Feel the effects of this breathing for yourself in our next Stress Release Toolbox Program.

Option 2: Alternate Breathing

Description: Alternate Breathing (Anuloma Viloma) balances all body systems, promotes relaxation and increases creativity. Inhaling through the right nostril activates the sympathetic nervous system. Inhaling through the left nostril increases blood flow to the right side of the brain, activating the parasympathetic nervous system, where we can relax and be creative. Alternate breathing balances the hemispheres of the brain, increases lung capacity and helps control breathing. It also helps cleanse the nasal passages and strengthen the body for the cold season. According to yoga tradition, alternate breathing also cleanses the energy channels in the body.

Application: at any time
Duration: 2 – 5 minutes
Position: sitting

How to do it

  1. Close your eyes and sit comfortably. Focus on your breath as it flows naturally.
  2. Place your right middle and index fingers between your eyebrows. Keep your right thumb, ring finger and little finger relaxed. Your left hand rests relaxed on your left knee.
  3. Close your right nostril with your right thumb.
  4. Breathe out gently and slowly through your left nostril and then in.
  5. Now open your right nostril again and close your left nostril with your ring finger. Breathe slowly and lightly out through your right nostril and then in.
  6. Feel and open your eyes. Find your creative expression, whatever it is – write, draw, paint, play music or dance.

Why nasal breathing?

Simplified, you can say: The nose is for breathing. The mouth for eating and talking. You’ll never get air conditioning more naturally, more environmentally friendly, and cheaper. Because that’s exactly what your nose is. And actually, it can do much more than a classic air conditioner:

The mucous membranes in your nose filter pathogens and dust from the air and expel them through mucus, or what we colloquially call snot. Likewise, the inside of your nose is lined with tiny hairs called cilia. These fine hairs have an important function: they filter, warm and humidify the air you breathe, protecting you from 20 billion particles of foreign matter every day. Air pollution is blamed for 11.65% of deaths worldwide, and unfortunately, the quality of our air continues to decline around the world. Research from UC Riverside, for example, reveals that if global temperatures increase by 4 degrees Celsius, harmful plant emissions and dust will increase by up to 14%. In fact, in addition to man-made pollution, plants also play a role in pollution. This is because all plants produce chemicals called biogenic volatile organic compounds, or BVOCs. An increase in winds and warmer climates will likewise carry more dust into the atmosphere, says Robert Allen, associate professor of earth and planetary sciences at UCR and co-author of the study. That makes it all the more important to use your nose as a filter, because your mouth doesn’t have that function.

The nose acts like the body’s own sensor, because the nasal cavity adjusts the air temperature to the body temperature. So the shape of your nose is not only important from a purely cosmetic point of view: different nose shapes can process air differently. People who live closer to the equator tend to have wider noses. In regions with warmer climates, the air is often drier, and the shape of the nose can help increase humidity before it reaches the lungs. This is an adaptation of the body to climatic conditions in different regions of the world. This observation goes back to the so-called Thompson’s Rule by the British professor of the same name, Arthur Thompson. He popularized the theory that people in dry, cold regions tended to have long and thin noses, while short and wide noses were found in hot, humid regions. Additionally, the nose is like an air conditioner with a wellness factor because breathing through the nose is slower than breathing through the mouth and activates the vagus nerve. This automatically activates your resting mode, the parasympathetic nervous system, and we will go into more detail about this later in the book.

Similarly, nitric oxide (NO) is produced in the nasal cavity by nasal breathing and transported to the lungs by nasal inhalation. Nitric oxide has many functions, including the following:

  1. vasodilation: nitric oxide acts as a vasodilator, meaning it dilates blood vessels. In the nasal cavity, this leads to better blood flow and oxygenation of the nasal mucosa.
  2. microbicidal effect: nitric oxide has antimicrobial properties and can inhibit the growth of bacteria, viruses and other pathogens in the nasal cavity. It can help ward off infections and support respiratory health.
  3. Support respiratory function: nitric oxide plays a role in regulating respiratory function. It helps to dilate the airways and relax the smooth muscles.
  4. Sense of smell: Nitric oxide plays an important role in the perception of odors. It enables the transmission of odor signals from the olfactory epithelium in the nasal cavity to the brain, where they are perceived as odors.

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